Soli-Erklärung: Hambacher Forst

Wir, die Basisgruppen Trier und Großraum Koblenz der Linksjugend [´solid], begreifen uns nicht nur als antifaschistisch, feministisch, antimilitaristisch, nein, wir sind auch bekennende Klima-und Umweltaktivist*innen.

Darum beobachten wir die aktuelle Lage im Hambacher Forst sehr besorgt, denn dort protestieren und kämpfen unsere Genoss*innen für den Erhalt des Forstes. Dieser Wald ist in seiner Beschaffenheit einzigartig, 150 verschiedene, unter Tier-und Pflanzenschutz stehende Arten leben dort. Beispielhaft wäre hier die gefährdete Bechsteinfledermaus sowie 12 weitere sehr streng geschützte Fledermausarten zu nennen. Leider wird diese Artenvielfalt durch die Rodungsarbeiten und das allgemeine Unterfangen von RWE unnötig weiter gefährdet. Durch die einzigartige Fauna und Flora des Waldes, müsste dieser eigentlich nach Europarecht unter Naturschutz stehen und geschützt werden. Jedoch findet unsere Regierung, dass die Versorgung der Menschheit mit billigem und dreckigem Strom, also billiger und dreckiger Braunkohle, wichtiger ist, als ganze Tier- und Pflanzenarten zu retten!

Darum gibt es schon seit Jahren Aktivist*innen, die für den Erhalt des Hambacher Forstes und gegen den Braunkohleabbau kämpfen. Für diesen Kampf wählten sie eine der härtesten Aktionsformen – sie zogen in den Wald, auf Bäume, um diese durch ihre Besetzung vor der Rodung zu schützen. Unsere Genoss*innen verdienen unseren vollsten Respekt und unsere Hilfe.

RWE fängt wieder an, massiv den Wald zu roden, dies geschieht unter Polizeischutz. Das zeigt uns jedoch, dass unsere Proteste Wirkung haben und unser Kampf noch nicht verloren ist, doch leider sind wir noch nicht stark genug – wir verzögern die Rodung bloß, müssen diese aber verhindern!

Wir beobachten die aktuelle Vorgehensweise von RWE und der Polizei sehr besorgt, gegen unsere Genoss*innen wird mit brachialer Gewalt vorgegangen. Viele wurden verletzt. Zwei unserer Genoss*innen befindet sich in Polizeigewahrsam.

Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber uns reicht es endgültig! Das von RWE und Polizei an den Tag gelegte gewaltbereite Vorgehen zeigt, dass sie uns den Kampf erklärt haben. Sie haben jedem von uns den Kampf in dem Moment erklärt, als sie unsere Genoss*innen mit Gewalt und Repressionen verletzt haben!

Darum fühlen wir uns in der Pflicht, uns mit allen Aktivist*innen zu solidarisieren – ihr seid nicht vergessen! Zudem rufen wir alle Aktivist*innen auf, dezentrale, aktionsorientierte Proteste zu planen und zu veranstalten. Lasst uns den Kampf gegen RWE in die Mitte der Gesellschaft tragen! Tag X ist nicht nur in der Rigaer 94, er ist auch im Hambacher Forst und überall dort, wo die Menschen und die Natur unterdrückt und zerstört werden!

Organisiert euch!

Auf die Straße!

 

Anmerkung der Redaktion:

Wunschliste und weiterführende Informationen über den Hambacher Forst

 

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